Das Altsteirer Huhn
"Das Altsteirer Huhn ist aus dem alten deutschen Landhuhn hervorgegangen und gehört somit zum Typ des mitteleuropäischen Landhuhns. 

Die Urahnen des Altsteirer Huhnes wurden bereit im 13. und 14. Jahrhundert erwähnt. Zum damaligen Zeitpunkt hießen die Hühner noch Steirer Hühner. In der Steiermark haben sich Reste dieses alten dt. Landhuhnschlages erhalten. Ursprünglich waren diese einheimischen Landhühner im Gebiet der Steiermark überall anzutreffen, in den unterschiedlichsten Farben und sowohl mit als auch ohne Haube. 

Ursprünglich war das Verbreitungsgebiet des Steirer Huhns das heutige Slowenien, zwischen den Flüssen Mura und Sava, früher Untersteiermark genannt, sowie der südliche Teil Österreichs, früher die Obersteiermark. 

1846 - Professor Hlubek verfasst einen Zeitungsartikel, worin er die Legeleistung der Steirerhühner mit 100-160 Eiern jährlich angibt und die Schlupfrate von 12-15 untergelegten Bruteiern bei durchschnittlich 10 Küken lag. 
1894 - Eine erste Musterbeschreibung der Altsteirer erscheint, herausgegeben von der Grazer Züchtergemeinschaft
1897 - Der "Verein für Tierschutz und Tierzucht" in Cilje gründet eine Zuchtanstalt für das Steirer Huhn (dieses Zuchtcenter ist später nach Maribor gekommen)
1898 - Emanuel Martiny regt die Reinzüchtung des Steirerhuhns in Graz an
Armin Arbeiter, der die Züchtung in Celje organisiert nennt es das Celje-Huhn (Cillier-Huhn), womit vermutlich der weiße Schlag der Altsteirer gemeint sein dürfte.
1900 - Der "Verein für Tierschutz und Tierzucht" wird in Celje gegründet, um das Steirer Huhn zu bewahren und durch Selektion zu verfeinern
1902 - Die Namen "Cillier Huhn" und "Alt Steirer Huhn" entfallen, danach wird es wieder einheitlich Steirer Huhn genannt
1902 - Der Steirische Landwirtschafts Verein organisiert eine Fachtagung über das Steirer Huhn, in welchem die Vorzüge dieser Rasse betont werden und eine grundsätzliche Beschreibung  dieser Rasse formuliert wird
1907 Wien; 1908 Graz; 1913 Maribor - Die Wichtigkeit des Steirischen Huhns wird auf den Geflügelkongressen hervorgehoben
1911 -1912 Durchführung eines Erprobungstest bei einem Stamm Altsteirern, mit dem Ergebnis von durchschnittlich 191 Eiern pro Henne in 12 Monaten
1914-1918 - Der erste Weltkrieg rückt das Interesse am Steirerhuhn in den Hintergrund
1918 - Nach dem ersten Weltkrieg sind die Zuchtzentren durch die neue Grenze von einander abgeschnitten, die reste des Steirischen Huhns werden nach dem ersten Weltkrieg gesammelt.


Altsteirer Hühner um 1920 (von einem kroatischen Zuchtfreund)

1920-1925 - Das Zuchtzentrum in Maribor organisiert in diesen Jahren Ausstellung des Steirer Huhns.
1926 - Gründung  der "Vereinigung reichsdeutscher Züchter steirischer Landhuhnschläge" in Deutschland


Bild aus Kramers Taschenbuch der Rassegeflügelzucht von 1926, Nachdruck von Manuscriptum Verlagsbuchhandlung Thomas Hoof KG, Waltrop und Leipzig

1930 - ín Celje wird der Standart des Steirer Huhns festgelegt
1930 - ein weiterer Vorsitzender der "Vereinigung reichsdt. Züchter st. Landhuhnschläge" - Major a.D. Teetzmann - wird in der Geflügelbörse erwähnt. Die Mitglieder waren Großgrundbesitzer die Herdbuchzucht betrieben und Ausstellungen nicht beschickten.
1932 - Ausstellung in Maribor
1934 - Ausstellung in Celje
1934-1935 Wettlegen in Hamm, 229 Eier im Schnitt je Henne, Besonderheiten 20qmtr Auslauf je Henne
Der zweite Weltkrieg stoppte die Arbeit mit dem Steirer Huhn, während dieser Zeit war das Steirer Huhn nicht von großem Interesse und nur eine kleine Population überdauerte diese Zeit
1935 - Franz Böttcher belebt den dt. Sonderverein wieder 
1936 - eine erste Sonderschau fand in Goslar statt 
1937 - eine zweite Sonderschau fand in Berlin mit über 100 Tieren statt, was der Rasse einen Auftrieb verlieh
1948-1959 -Das Selektionscenter in Loce bei Poljcane (früher Pöltschach) in Slowenien versucht das Steirer Huhn wieder einzuführen, was aber scheitert
1950 - nach der Teilung des dt. Sondervereins durch das Kriegsende (Züchter Bruse und Volle im Westen sowie Michel und Hanitzsch im Osten) kam im Westen Baron von Twickel zum SV, der große Ländereien in der Südsteiermark samt Sulmtaler und Altsteirer Hühnern an Yugoslawien verloren hatte. 1. Vorsitzender war Heinrich Siepmann. Der SV war auf allen wichtigen Schauen wieder vertreten.

 
Hubert Freiherr von Twickel (1987 im Alter von 91 verstorben)

1956 - In Österreich gründen Interessenten den Club der Steirerhühner, der sich aber wieder auflöst.
1957-1958 Legeleistungsprüfung in Merbitz, 156 Eier Schnitt je Henne mit 56,3 gr. und benötigten 374 gr. Futter je 100 gr. Eimasse - ohne Auslauf
1958 - Robert Blumbach hatte zwischenzeitlich den dt. SV geführt und nun übernahm Ehrenmeister Heinrich Bruse den Vorsitz und fürhte den SV zu neuen Höhen. Alfred Nöll tritt in diesem Jahr dem dt. SV bei.
1959 - der Sonderverein des Sulmtaler-Huhns schloß sich dem SV an. Durch die folgende Herauszüchtung und Anerkennung der weißen Altsteirer und der Zwerg Altsteirer erhielt der dt. SV seinen heutigen Namen.
1963-1964 Legeleistungsprüfung in Waldeck, 199 Eier je Henne im Schnitt und einem Gewicht von 56 gr.
1969 - Bruse tritt nach 11 Jahren aus Altersgründen zurück und wurde Ehrenvorsitzender, sein Nachfolger wurde Alfred Nöll


Alfred Nöll

Heinrich Bruse (geb. 1888, gest. 1987)

1975 - In Wien wird der österr. SV der Steirerhühner gegründet (Obmann Richard Tasch und Ob. Stellv. Johann Gilnreiner)
1970 - In Ljubljana wird mit dem Steirerhuhn weitergezüchtet
1987 - In Ljubljana wird nun systematischer gezüchtet
1993 - Das Ministerium für Land- u. Forstwirtschaft in Slowenien unterstützt die Wiedereinführung des Steirer Huhns
1993 - 13 schweizerische Züchter gründem im November den Schweizerischen Altsteirer und Sulmtaler Klub in Dendschiken
2008 - Vermutlich nach fast über 100 Jahren ist via Internet (Hühner-Info.de) wieder ein Bild eines lebenden gesperberten Altsteirer Hahns einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.
2008 - Mehrere Leute aus Österreich und Deutschland ziehen sich aus einer steirischen Genmasse und einer kärntnerischen Genmasse Küken groß und verteilen diese an interessiere Hobbyhalter und Liebhaber der weißen Altsteirer Hühner
2008 - Diese Hobbyhalter und Liebhaber gründen via Internet einen Zuchtring zur Erhaltung des weißen Altsteirer Huhns

Bruteier Altsteirer
 
können vorbestellt oder reserviert werden.
Gebe auch immer wieder fehlfarbene Eintagsküken unsortiert ab. Einfach anfragen, teils mit Glucke.
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Bruteier Marans / 2014
 
Bruteier von meinem Stamm in
schwarz-kupfer gebe ich erst später ab.
Die Tiere stammen aus dem Syndicate-Selectionscenter.
Bruteier gr. Paduaner / 2014
 
Bruteier gebe ich ab von Paduanern in
- silber-schwarz-gesäumt - ab sofort
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Bei diesen Tieren achte ich auf gute Sichtfreiheit und ein Mindesteigewicht von 50 gr. und aufwärts!
Futter und Zubehör
 
Falls Ihr Küken oder Jungtiere bei mir erwerben wollt, kann ich natürlich auch mit einem guten Futter dienen. Auch eine Wärmelampe, einen Futtertrog bzw. Tränke für Küken, Jungtiere oder Alttiere ist immer auf Reserve vorhanden
 
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